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Die Preise sind in US-Dollar festgelegt. Andere Währungen werden nur zur Ansicht umgerechnet.

eSIM oder Roaming: Was im Ausland wirklich günstiger ist

Beides bringt Ihr Handy im Ausland ins Netz. Abgerechnet wird auf völlig unterschiedliche Weise — und der Unterschied ist meist groß genug, um vor dem Abflug fünf Minuten Lesezeit zu rechtfertigen.

Wie Roaming abgerechnet wird

Ihr heimischer Anbieter hat im Ausland kein eigenes Netz. Er mietet Kapazität bei einem Anbieter vor Ort und verkauft sie an Sie weiter — deshalb ist Roaming ein Zusatzposten und nicht Teil Ihres Tarifs. Die meisten Anbieter verkaufen inzwischen einen Tagespass: eine Pauschale für jeden Tag, an dem Sie Daten nutzen, automatisch berechnet, sobald sich Ihr Handy zum ersten Mal verbindet. Der Komfort ist echt — nichts einzurichten, Ihre Nummer funktioniert weiter —, aber sobald Sie auch nur eine einzige Nachricht abrufen, wird ein voller Tag berechnet, und die Gebühr fällt an jedem Kalendertag der Reise erneut an. Ohne Pass gelten die Preise pro Megabyte, und die sind teuer: Schon ein Sync im Hintergrund löst sie aus.

Wie eine Reise-eSIM abgerechnet wird

Sie kaufen ein festes Datenvolumen für eine feste Anzahl Tage, zu einem Preis, den Sie vor der Zahlung sehen. Es gibt keine Tagesgebühr, keinen laufenden Zähler und nichts, was Sie hinterher kündigen müssten. Bei SimWay beginnen die Tarife für die meisten Reiseziele bei wenigen Dollar, und je größer der Tarif, desto niedriger der Preis pro Gigabyte — die genauen Beträge für Ihr Land stehen auf der jeweiligen Länderseite, denn sie unterscheiden sich je nach Reiseziel. Ist das Volumen aufgebraucht, ist einfach Schluss: Wir speichern kein Zahlungsmittel, also verlängert sich nichts, und eine Überraschungsrechnung kann Sie gar nicht erreichen.

Ihre eigene Nummer behalten Sie in beiden Fällen

Genau hier liegt das häufigste Missverständnis, und es hält viele vom Wechsel ab. Eine Reise-eSIM ersetzt weder Ihre bisherige SIM noch Ihre Rufnummer. Ein Dual-SIM-Handy betreibt beide Leitungen gleichzeitig: Ihre gewohnte SIM bleibt für Anrufe, SMS und die Verifizierungscodes Ihrer Bank eingeschaltet, während die eSIM die mobilen Daten übernimmt. Welche Leitung wofür zuständig ist, legen Sie in den Einstellungen Ihres Handys fest — und die eSIM-Leitung können Sie jederzeit wieder abschalten.

Worauf Sie verzichten

Eine Reise-eSIM ist reines Datenvolumen. Sie hat keine eigene Rufnummer, kann keine gewöhnlichen Telefonate führen und keine SMS empfangen — schickt Ihnen ein Dienst also weiterhin einen Login-Code per SMS, landet der auf Ihrer gewohnten SIM. Genau deshalb lassen Sie sie eingeschaltet. Außerdem brauchen Sie ein Handy, das eSIM unterstützt und nicht auf einen Anbieter gesperrt ist. Und Sie müssen weniger als eine Minute in die Installation eines Profils stecken — das verlangt Roaming nicht von Ihnen.

Wann Roaming trotzdem die bessere Wahl ist

Bei einer einzigen Übernachtung kann ein Tagespass tatsächlich günstiger ausfallen als der kleinste eSIM-Tarif, und er braucht überhaupt keine Einrichtung. Ist Ihr Handy auf einen Anbieter gesperrt oder nicht eSIM-fähig, bleibt Roaming ohnehin die einzige Möglichkeit. Und wenn Sie ganz normale Anrufe über Ihre eigene Nummer führen und annehmen müssen — nicht über eine Internet-App —, dann hält Roaming das am Laufen, was eine reine Daten-eSIM nicht leisten kann.

Das ehrliche Fazit

Für alles, was länger als ein paar Tage dauert, ist eine Reise-eSIM in der Regel günstiger, und je länger die Reise, desto größer der Abstand — denn Roaming rechnet pro Tag ab, die eSIM nur einmal. Beim Komfort und bei der Telefonie gewinnt Roaming. Für die meisten Reisen ist deshalb beides zusammen die vernünftige Lösung: die eigene SIM für Anrufe und Codes, die eSIM für die Daten.

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